Archiv für August 2011

Erfurt und die Medien…

Nun haben wir euch einen halben Tag mit unserer „Glosse“ rund um den Umgang der Medien mit den Geschehnissen in Erfurt allein gelassen. Wir sind überzeugt, dass ihr sicher keinen ernsthaften Zusammenhang zwischen Gaddhafi, Hurrican Irene und den Lilienfans gesehen habt. Vielmehr ging es uns darum aufzuzeigen, was die Veröffentlicher der vorschnellen Meldungen (allen voran der MDR) mit solchen schlecht recherchierten Informationen auslösen können:

Der Imageschaden für unseren Sportverein ist deutlich größer als der tatsächliche Schaden, der am Samstag entstand.

Es gibt einen aus der Verankerung gehobenen Mülleimer im Gästeblock und… 55 Verletzte. Ja, das klingt in der Tat schockierend, findet auch der Erfurter Präsident Rombach. Sicherlich wird sich der Vereinsvorstand durch diese erschreckende Berichterstattung erst Recht unter Druck sehen mit voller Härte gegen die Übeltäter vorzugehen. Bekanntlich braucht es für ein Stadionverbot ja ohnehin nicht mal einen begründeten Verdacht: Nur die Annahme, dass man in Zukunft an einem sicherheitsbeeinträchtigenden Tat teilnehmen könnte, genügt in unserem ‚Rechtsstaat‘ um ein solches auszusprechen – wenn man es unbedingt darauf anlegt. Eine Anhörung ist übrigens nicht verpflichtend. Aber genug des Exkurs, legen wir doch mal Überraschendes auf den Tisch:

Der Bericht sprach also von 55 Verletzten durch Flaschen- und Steinwürfe, allesamt Polizisten und Ordner, sogar fünf DRK-Sanitäter (sorry an das DRK, dass wir dieses Kuriosum in unserer Glosse speziell auf die Schippe nahmen) seien so verletzt worden. Jeder, der in Erfurt war, weiß, dass das nicht so ist, und ebenso viele Sanitäter angegriffen wurden, wie Polizeihubschrauber abgestürzt sind. Jetzt tauchen erste Berichte auf, die davon sprechen, dass 52 von diesen 55 Verletzten durch Reizstoffe, also Pfefferspray und Tränengas, zu Schaden gekommen seien.
Wir wissen es, Außenstehende mögen es ahnen: Die Lilienfans reisen normalerweise NICHT mit solchen Chemikalien zum Auswärtsspiel an. Vielmehr deckt sich diese Statistik mit den Hauptbeschwerden der Lilienanhänger: Einen unkontrollierten, gießkannenartigen Umgang mit diesen Stoffen seitens der Einsatzkräfte. Der läge dann auf der Hand: Wie sonst schafft es die Polizei nachweislich derart viele Kollegen und andere Helfer zu verletzen?

Natürlich, es gab einige Scharmützel mit Beteiligung von Lilienfans, aus unserer Sicht wurden diese durch einen unnötigen Polizeieinsatz erst ausgelöst. Ohne näher darauf einzugehen: Das muss aufgearbeitet werden und soll hiermit nicht entschuldigt werden – aber die Statistik lügt bekanntlich nicht. Trägt der größere Hooligan heute Uniform? Eine interessante Frage, mit der sich gerne der MDR beschäftigen darf. Er ist uns zumindest eine Entschuldigung schuldig, sollten sich diese Zahlen endgültig bewahrheiten.

Update: Ausgerechnet der MDR selbst wiederlegt sich: In MDR aktuell vom Samstag, 27.08.11 um 22:45 Uhr kann man PD Zimmermann zuhören, wie er erklärt, dass 52 Verletzte durch die Reizstoffe der Polizei zu Schaden kamen. Warum die dt. Medienlandschaft landauf landab die 55 Verletzungen den Darmstädtern in die Schuhe schiebt? Man weiß es nicht…

Direkter Link: http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/video10482_zc-7931f8bf_zs-2d7967f4.html

RW Erfurt vs SVD

RW Erfurt – Darmstadt 98 0:1

Torschütze: Kevin Wölk

Raubende und brandschatzende Darmstädter ziehen durch Europa.
Während der Halbzeitpause stürmten 3-4 Tausend Darmstadt-Hooligans die Heimkurve und fraßen dabei DEN Polizeihund auf. Nebenher wurden 73 Sanitäter getötet und 5 Kinderwagen angesteckt. Ein Polizeihubschrauber stürzte – getroffen von einer Flasche Pfungstädter Pils – in eine Rettungsdienstleitstelle. Auf der Rückfahrt der Lilienfans explodierten drei Tankstellen. Die Eruptionswelle war noch bis an die amerikanische Ostküste als schwaches, verpfeffertes Lüftchen namens Irene zu spüren. An der hessisch-thüringischen Grenze wurden die seit 21 Jahren abgeschafften Grenzkontrollen wieder ins Leben gerufen und ein Sanitäter überfahren. Acht Beamte der Beweis- und Festnahmeeinheit Thüringen sind gegen Mitternacht in der Oder ertrunken, nachdem man sie im Laufe des Abends panisch durch mehrere ostdeutsche Städte rennen sah. Unbestätigten Meldungen zu Folge hat der unaufhaltbare Darmstädter Mob nun Kurs auf Tripolis genommen, um Gaddhafi endgültig zu stürzen. Das DRK Erfurt hat sich derweil entsprechend dem Sanitäter-Manifest aufgelöst: Ihm wurden die Fäden gezogen. (Quelle: MDR)

Scheiß AFD! Teil 9

Das Warten hat ein Ende: Der neunte Teil des beliebten Fanzines „Scheiß AFD!“ aus dem Hause Usual Suspects ist gerade eben frisch aus der Druckerei bei uns angekommen.

Auf – wie immer – mehr als 98 Seiten erfahrt ihr in kurzweilig geschriebenen Erlebnisberichten alles, was die Lilien im letzten halben Jahr bewegt hat. Und das war eine Menge: Gedrehte Spiele in Freiburg und gegen Kassel, die Invasion in Worms und unser großer Tag gegen Memmingen.
Die Gefühlswelt der Lilienfans von Lilienfans für Lilienfans: Das beste Erinnerungsstück, das Fan in Darmstadt kaufen kann.

Obendrein besticht das Heft wieder mit einem gewichtigen Teil an Reiseerfahrungen: Lilienfans unterwegs quer durch Europa und Südamerika, um neue Stadien, Länder und Kulturen zu entdecken. Insgesamt wurden im letzten halben Jahr 10 Länder im Sinne des Fußballs bereist. (Argentinien, Deutschland, England, Griechenland, Italien, Niederlande, Österreich, Uruguay, türk. Nordzypern, Zypern)

Das Heft mit farbigen Einband gibt es für 2,50€ zu kaufen. Folgende Einkaufs-Möglichkeiten bestehen:

- Auswärts in Erfurt (vor Busabfahrt am Bölle, im AFD-Bus & nach dem Spiel an den Bussen in Erfurt)
- Daheim gegen Burghausen (fliegende Händler, evtl. auch Stand)
- Per Post: Bestellungen bitte an AllesfahrerDarmstadt@hotmail.de

Alle nach Erfurt!

SVD vs. Regensburg

Spiel:
Gegen den Tabellenführer der 3. Liga SSV Jahn Regensburg, konnten unsere Lilien erneut ein überzeugendes Spiel zeigen.
Schon in der ersten Spielminute konnte der SVD nach toller Vorbereitung von Uwe Hesse in Führung gehen.
Die Lilien ließen kaum Chancen zu und spielten weiter nach vorne, nur durch Standardsituationen wurden die Gäste gefährlich.
Eigentlich war man zur Halbzeit sicher, dass der SVD den SSV Jahn schlagen kann, doch da hatte man die Rechnung ohne Schiedsrichter Florian Steuer gemacht.
Zuerst wurde den Lilien ein klarer Treffer aberkannt, und auf der Gegenseite gab es Rot für Gaebler und Elfmeter für den SSV Jahn.
In meinen Augen waren beide Entscheidungen mehr als fragwürdig.
Regensburg nahm das Geschenk dankend an, und so konnten sie noch einen Punkt in die Heimat entführen.

Support:
Das Bölle sollte heute wieder einmal gut gefüllt sein, insgesamt 8000 Lilien plus etwa 150mal Regensburg fanden sich ins weite Rund ein.
Der Support begann Spielbedingt natürlich gut, allerdings ließ man im Laufe des Spiels etwas nach.
Erst gegen Ende der Zweiten Halbzeit wurde es dann wieder laut, als weitere Teile des Stadions mit in die Gesänge einstimmten.
Auf der Gegenseite konnten die 150 Regensburger einen überraschend positiven Eindruck hinterlassen.
Natürlich war die Anzahl der Gästefans als Tabellenführer sehr gering, allerdings war ein Großteil der Gäste über 90 Minuten in Bewegung, auch als ihr Team lange Zeit mit 1:0 zurück lag.