Archiv für April 2011

SVD vs. Fürth 2

Spiel:
Im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Fürth konnte man mit 3:1 gewinnen.
Unsere Mannschaft spielte von Anfang an ein hohes Tempo und konnte einige gute Chancen erzwingen.
Es dauerte allerdings bis zur 41. Minute ehe Sven Sökler mit einem unglaublichen Freistoß das 1:0 erzielen konnte.
Weiter dominierten nur die Lilien und man konnte in der 45 Minute durch Daniele Toch hochverdient auf 2:0 erhöhen.
Einfach nur Wahnsinn mit welch einer Souveränität man gegen die Auswärtsstärkste Mannschaft der Liga aufspielte.
Kurz nach der Halbzeit konnte Fürth den Anschluss erzielen, doch auch davon lies sich der SVD nicht beeindrucken.
In der 82. Minute konnte Michael Schürg noch das 3:1 erzielen, nach vielen glücklosen Auftritten konnte Schürg heute durch eine gute Leistung überzeugen!

Support:
6500 Zuschauer im Böllenfalltor, wenn man bedenkt das es gegen eine uninteressante Zweitvertretung ging, eine wirklich beachtliche Zahl.
Zum Intro gab es ein Spruchband und ein paar Doppelhalter von UD, desweiteren ein paar Schnipsel von den Dieburgern.
Die Stimmung war von Anfang an gut, auch die Gegengerade beteiligte sich zum größten Teil an Wechselgesängen.
In der zweiten Halbzeit nahm die Lautstärke des F-Blocks ein wenig ab, dennoch insgesamt ein solider Auftritt.
Jetzt gilt es weiter die Lilien zu unserem großen Ziel zu schreien, Alle nach FFM ! (weitere Infos zum Auswärtsspiel folgen auf diesem Blog!)

KSC (2) vs. SVD

Spiel:

Nachdem der Nord-Süd Gipfel auf den Rängen und auf dem Rasen gewonnen werden konnte, musste man beim KSC wieder 3 Punkte holen um oben dabei zu bleiben.
Bereits in der 10. Minute konnte Oliver Heil zur Führung einnetzen, und so nahm man dem KSC frühzeitig den Wind aus den Segeln.
Die Lilien drückten dem Spiel ihren Stempel auf und konnten in der 29. Minute erneut durch Oliver Heil, die Führung verdient ausbauen.
Nach der Pause gelang es wieder einen frühen Treffer zu erzielen, Sven Sökler traf zum 0:3.
Kurz darauf konnte der KSC auf 1:3 verkürzen, und kam so auch zurück ins Spiel.
Die Lilien nun zu Passiv und nur noch durch Konter gefährlich, dennoch gelang es dem KSC nicht den Anschlusstreffer zu erzielen.
So blieb es beim hochverdienten 1:3 Endstand.
Der Traum in Blau&Weiß geht weiter!

Support:

Ca. 750 Darmstädter machten sich auf den weg nach Karlsruhe, das dürften in etwa über 10x so viele Gästefans sein wie am vergangenen Mittwoch im Wildpark Stadion, da erwartet man von den so großspurig auftretenden Nordhessen vor allem Auswärts viel mehr!
Mit dem Support kann man relativ zufrieden sein, es gab zwar immer wieder ruhigere Phasen, doch wenn etwas gesungen wurde, dann mit einer Ordentlichen Lautstärke.
Vor allem die Akustik des leeren Stadions kam den Heinern entgegen, und so schallte es ab und zu nicht schlecht im Wildpark Stadion.
Nach dem Spiel gab es eine sehr ausergewöhnliche „Humba“ von unserem SüdHesse, wäre ja schlimm wenn alles klappen würde!

SVD vs. Hessen Kassel

Kassel:

Spiel:
Nach dem Sieg in Freiburg, musste man nun im lang ersehnten Nord-Süd Gipfel gegen Hassgegner Hessen Kassel Punkten.
Anfangs schien alles wie immer bei einem Spiel vor großer Kulisse.
Der KSV ging bereits in der 4. Minute in Führung und konnte diese sogar in Minute 9. ausbauen.
Die Niederlage schien beschlossene Sache zu sein, auch wenn Kassel ab der 15. Minute durch eine Rote Karte in Unterzahl weiter spielen musste.
Nach der ersten Halbzeit konnte man eine ganz andere Lilien Elf auf dem Rasen sehen, Kampf und Leidenschaft den man in der Erste Halbzeit vermisste war auf einmal voll da.
So konnte man auch sofort den Anschlusstreffer erzielen.
Als dann auch noch Oliver Heil den Ausgleich erzielen konnte in der 55. Minute, war wieder alles drin.
Plötzlich war von den Nordhessen nichts mehr zu sehen, angetrieben von den Fans dominierte nur noch der SVD.
Das Finale Daumen drücken sollte nicht umsonst sein, in der 88. Minute konnte Abdelaziz Ahanfouf den Umjubelten 3:2 Endstand erzielen.

Support:
Vor dem Spiel zog man mit kleinen Gruppen durch die Stadt um den Zug-Mob der Nordhessen ein wenig zu begutachten, Team-Green hatte allerdings alles im Griff und so ging es dann ans Stadion die Choreo vorbereiten.
Zu sehen gab es zum Intro eine Blockfahne in den Vereinsfarben, und ein Banner mit der Aufschrift „SVD 1898″.
Danach gab es im F-Block und auf der Gegengerade ein paar Schnipsel zu sehen.
Nach dem frühen Gegentreffer, war natürlich der Gästeblock oben auf.
Es kam zwar nur vereinzelt etwas bei uns an, bewegung war allerdings allemal im Gästeblock auszumachen.
In der Zweiten Halbzeit drehte sich der Spieß um, von Kassel nach dem Anschlusstreffer nichts mehr zu hören.
Lediglich ein bisschen Rauch und Pöbeleien konnte man beobachten.
Spätestens nach dem 2:2 war der F-Block und auch der A-Block voll am abdrehen, laute Schlachtrufe wanderten durch das Stadion, und auch die Gegengerade stimmte des öfteren mit in die Gesänge ein.
Nach dem Sieg, ließ man den Abend noch in diversen Lokalitäten ausklingen.

SÜDHESSEN!

Heimspiel gegen Kassel

- Freitag Abschluss Training, treff 15 Uhr!

- Anpfiff zum Spiel: Samstag 16.04.2011, 14 Uhr am Böllenfalltor!

- Alle in den F!


Südhessen!

Freiburg II – SVD

Der Tag danach: Beine und Arme schmerzen, die Stimmbänder bringen kaum einen Ton hervor und der Sonnenbrand auf der Stirn nimmt immer mehr die Farbe eines OFC-Trikots an. Klingt ganz so, als hätten wir gestern einen verdammt geilen Tag gehabt!

Als die Studenten gerade ins Bett gingen, standen Usual Suspects und Freunde am Böllenfalltor bereit, um mit dem Bus in den Breisgau zu starten. Ungewöhnlich früh am heutigen Sonntag, aber schließlich hatten wir Großes vor: In Laufentfernung zum Freiburger Möslestadion hatten wir an den Hängen des Schwarzwaldes einen Grillplatz gemietet, um es uns dort gut gehen zu lassen. Deshalb baten wir Busfahrer ‚Maddin’ bis Freiburg lediglich einen Stopp einzulegen. „Eijoooo, des maache mer sou!“ – ein prima Kerl, der einzige Negativaspekt sein Mannheimer Slang, im Herzen ist er seit diesem Ausflug aber Lilienfan.

Um 11:18 Uhr war es soweit, der Moment auf den alle Lilienfans seit Jahren gehofft, gewartet, ja hingelebt hatten: Wir standen unmittelbar vor dem Aufstieg: Die Straße wurde enger, Maddin kam nicht weiter und die letzten Höhenmeter mussten sehr zum Leidwesen der schwergewichtigen Reisegruppe zu Fuß angetreten werden.

Bewaffnet mit 80 Bratwürsten und Brötchen, den gekühlten grünen Fläschchen aus der südhessischen Nachbarschaft, jeder Menge guter Laune und den neuesten Insider-Geheimkniffen der Grilltechnik: („ihr müsst den Rost dann runter lassen, damit der heiß wird!“ O-Ton Glang) genossen wir den warmen Vormittag. Während manch einer im Aufstiegsfieber selbst auf die Grillhütte kletterte, stürzten andere die Spielplatzwippe hinunter – vorbeikommende Wanderer wie Hunde hatten so nicht nur Freude an der Wegzehrung, die wir breitwillig verteilten. Da reagierte der amüsierte Einheimische nicht gar so ängstlich, dass wir die etwas kuriose Nachfrage, ob wir die Spieler von Darmstadt seien, gekonnt mit „Nein, wir sind die Hooligans!“ konterten.

Ein wenig Wehmut war jedenfalls schon dabei, als wir dieses bezaubernde Einöd 45 Minuten vor dem Anpfiff verließen – nicht nur, weil damit unvermeidlich ein Wiederabstieg verbunden war. Mit Kühltaschen und Schaufeln bewaffnet wollte ich jedenfalls schon immer mal vor einem Gästeblock zu Fuß einlaufen.
Im weitläufigen Gästebereich waren dank drei anreisender Busse und vieler Individualfahrer immerhin 250 Lilienfans anzutreffen. Zu früheren Zeiten hätte man glatt das Doppelte erwarten können, aber auch an uns gegen Jahre der Erfolglosigkeit und die unattraktive Liga nicht vorbei. Aber abwarten, ich persönlich rechne bei positiven Spielausgängen noch in dieser Saison mit einem sprunghaften Anstieg der Auswärtsfahrerzahlen (Am Rande: Immerhin können unsere speziellen Freunde aus Nordhessen trotz Tabellenführung selbst von diesen Zahlen nur träumen, man schaue sich mal die Fotos derer Auswärtsauftritte dieser Saison an und vergleiche – vom Rest der Liga wollen wir gar nicht erst sprechen…).

Anpfiff des Schiedsrichters: Nun war es an der Zeit, den Kampf aufzunehmen. Nicht nur gegen eine x-beliebige Zweitvertretung, die uns im Hinspiel fünf Buden eingeschenkt hatte, die uns bei einer Niederlage sowohl die Kulisse für das Kasselspiel als auch die Aufstiegshoffnungen vernageln würde. Nein, auch gegen die Sonne im mediterranen Teil Deutschlands und vor allem „die drei Verbrecher“. Naja, und ein wenig auch gegen das typische „Darmstadt-sein“.

Der Kampf gegen die Sonne konnte einigermaßen schnell gewonnen werden. 90 Minuten die Zaunfahne hoch halten ist ja nicht so neu, wenn man sie nicht aufhängen darf – dies aber über den Köpfen (als Sonnenschutz…) zu tun schon: Argentinisches Flair im Breisgau. Mit dem „Darmstadt-sein“ verhielt es sich da schon schwerer: Selbst die Väter unserer Urgroßväter berichteten schon über eine eklatante Abschlussschwäche der Lilien, böse Zungen behaupten selbst, die Lilien bräuchten pro Tor mehr Chancen als Leverkusen Saisons pro deutsche Meisterschaften. Genau so war es auch an diesem Tag: Wir hätten schon 3:0 führen können oder müssen, da fiel die Freiburger Führung aus dem Nichts, eher hätte man erwartet, dass es plötzlich Forellen regnen würde.
Als ob das noch nicht genug des Unguten gewesen wäre, gaben sich die Schiedsrichter, allen voran SR-Assistent Nr. 2 beste Mühe den Darmstädter Angreifern die Möglichkeiten Chancen nicht zu nutzen im Vorhinein zu verbauen – selten sieht man so viele Abseitsfehlentscheidungen auf einen Schlag. Kein Wunder, dass die aufgebrachte Menge im Gedanken an die aktuellen Geschehnisse auf St.Pauli „Plastikbecher für die drei Verbrecher!“ skandierte.

Mit dem Seitenwechsel wechselte auch die Belegschaft. Vor allem Yannick Stark kurbelte das Lilienspiel nun massiv an. Eine Reihe weiterer vergebener Chancen beendete Oliver Heil dann endlich mit dem Ausgleichstreffer. Das hob die Stimmung, noch war genug Zeit drei Punkte aus dem Breisgau zu entführen. Endlich schienen auch die Gesänge der Lilienfans an Durchschlagskraft gewonnen zu haben. Doch große Chancen blieben bis zur Schlussphase aus, lediglich Freiburg versuchte vereinzelte Konter zu setzen, die Keeper Zimmermann bravourös parierte. Die letzten zehn Minuten hatten es wieder in sich: Onwuzurike, kein Tor, der Block brodelt, Heil, wieder kein Tor, der Gästeblock dampft, 92. Minute, eine Flanke von links, der erste Spieler verpasst, ein Aufschrei, der zweite Spieler grätscht am Ball vorbei, ein Aufstöhnen, von hinten kommt Hesse angerannt, nimmt den Ball mit vollem Risiko aus spitzen Winkel und haut das Ding unter die Latte: Der Block bricht aus wie ein Vulkan. Einen solchen Torjubel habe ich lange nicht erlebt, alt und jung reißen die Arme hoch und rennen besinnungslos durch den Block, innerhalb von Sekundenbruchteilen findet sich kein freier Platz mehr auf dem Zaun, die Boys in Blue liegen wie erschöpfte, aber siegreiche Kämpfer vor uns auf der Wiese. Das ist Fußball, das sind echte Emotionen!
Ein paar Minuten müssen wir noch zittern, ehe der Chefverbrecher abpfeift und uns das Team zum ausgelassenen Feiern übergibt. Weit nach Abpfiff verabschiedet sich der Gästeanhang mit einem lautstarken „Scheiß Hessen Kassel!“ aus dem leeren Möslestadion. Es ist an der Zeit…

Danke und Grüße an alle Mitfahrer vom „Moskauer Philharmonie Orchester“, wie es unser Busschild offenbarte. Super Stimmung an Board, praktisch alle Gruppenmitglieder haben riesig beim Drumherum mitgeholfen – besser kann eine Auswärtsfahrt gar nicht sein.